Was ist der MIC-Test (Joystick-Test) beim DLR-Test?

Kurzantwort

MIC (Monitoring & Instrumentenkoordination) ist ein computerbasierter DLR-Testteil, bei dem du mit Joystick und Pedalen mehrere Instrumente gleichzeitig im Blick behältst und steuerst. Wegen der nötigen Hardware trainiert keine App diesen Testteil, auch der DLR Exam Trainer nicht.

MIC steht für Monitoring & Instrumentenkoordination und gehört zu den computerbasierten Leistungstests des DLR-Testprogramms. Dabei sitzt du an einem Bedienplatz mit Joystick und Pedalen und musst mehrere Anzeigen gleichzeitig überwachen, während du mit Hand- und Fussbewegungen bestimmte Sollwerte einregelst oder Abweichungen ausgleichst. Der Testteil prüft damit nicht Wissen, sondern eine Kombination aus Aufmerksamkeitsverteilung, Reaktionsgeschwindigkeit und feinmotorischer Koordination von Hand und Fuss – Fähigkeiten, die für das spätere Fliegen eines Flugzeugs oder Simulators relevant sind.

Warum MIC im DLR-Test vorkommt

Anders als reine Wissenstests wie Englisch, Technik oder Physik zielt MIC auf psychomotorische Grundfähigkeiten ab: Wie gut kannst du mehrere sich verändernde Instrumente parallel beobachten und gleichzeitig präzise mit Joystick und Pedalen gegensteuern? Das ist eine Fähigkeit, die im Cockpit beim manuellen Fliegen und beim Umgang mit mehreren Anzeigen gleichzeitig gefordert ist. MIC ist damit einer von mehreren Bausteinen aus einer breiteren Palette an computerbasierten Testarten (u. a. auch Dreieckstest, visuelles Gedächtnis, Zahlen rückwärts, Kopfrechnen, Instrumente ablesen, Würfelklappen, Wegfiguren, räumliche Orientierung), deren genaue Zusammenstellung und Reihenfolge je nach Verfahren variieren kann.

Warum sich MIC kaum am Handy trainieren lässt

Der zentrale Unterschied zu vielen anderen DLR-Testarten: MIC erfordert echte Hardware – Joystick und Pedalen – und eine entsprechend eingerichtete Simulationsumgebung. Auf einem Smartphone oder Tablet lässt sich diese physische Steuerung realistisch kaum nachbilden, weder die Pedalbewegungen noch das haptische Feedback des Joysticks. Deshalb deckt auch der DLR Exam Trainer MIC bewusst nicht ab – die App trainiert zehn der computerbasierten Testarten, aber explizit nicht MIC. Wer sich gezielt auf MIC vorbereiten möchte, findet am ehesten über Flugsimulatoren mit Joystick/Pedalen ein annäherndes Trainingsumfeld, auch wenn das nicht exakt dem offiziellen Testaufbau entspricht.

Einordnung im Gesamtverfahren

MIC taucht laut den verfügbaren Beschreibungen als Teil der computerbasierten Leistungstests auf, die je nach Verfahren – Lufthansa-BU, DLR-Zertifikat Cockpit oder SWISS/EFA-Weg über das Zertifikat – zum Einsatz kommen können. Welche Testarten im Einzelfall tatsächlich enthalten sind und in welcher Reihenfolge sie abgefragt werden, ändert sich erfahrungsgemäss zwischen Durchgängen und wird nicht im Detail veröffentlicht.

TippKonzentriere dich bei der Vorbereitung auf die Testarten, die du tatsächlich trainieren kannst – etwa mit Kopfrechnen oder dem Dreieckstest – und gehe bei MIC eher mit einer ruhigen, konzentrierten Grundhaltung in den Test, statt nach einer speziellen App dafür zu suchen.

Wie genau MIC am Testtag aufgebaut ist und wie stark es gewichtet wird, kann sich je nach Verfahren und Zeitpunkt unterscheiden. Massgeblich sind ausschliesslich die aktuellen Angaben des DLR bzw. der jeweiligen Airline oder Flugschule.

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