SKT im DLR-Test: Dreieckstest verstehen und trainieren
SKT beim DLR-Test verstehen: Regeln, Ablauf, Bewertung, häufige Fehler und konkrete Trainingstipps für den Dreieckstest der Grunduntersuchung.
PHY im DLR-Test verstehen: Themen, Kernformeln und Übungsstrategie für den Physik-Teil der Grunduntersuchung – konkret und praxisnah erklärt.
Read this article in English →Neben Englisch und Technik gehört auch Physik zu den Wissenstests der DLR-Grunduntersuchung. Für viele Bewerberinnen und Bewerber ist das der Teil, vor dem am meisten Respekt herrscht – vor allem, wenn die Schulzeit mit Formeln schon eine Weile zurückliegt. Die gute Nachricht: Das Niveau bewegt sich zwischen Mittelstufe und Gymnasium, und mit einer klaren Struktur lässt sich der Stoff in überschaubarer Zeit auffrischen.
In diesem Artikel bekommst du eine Übersicht über die Themen, die typischerweise geprüft werden, die wichtigsten Formeln in einfacher Notation und ein paar kleine Rechenbeispiele zum Nachvollziehen. Dazu Hinweise, wie du das Modul PHY im DLR Exam Trainer gezielt zum Auffrischen nutzt und wie du dranbleibst, ohne dich in Formelsammlungen zu verlieren. Wenn du dir generell noch unsicher bist, wie die ganze Grunduntersuchung abläuft, lohnt sich vorab ein Blick in den DLR-Test: Der komplette Guide.
PHY steht für den Physik-Teil der Wissenstests. Geprüft wird als Multiple-Choice, meist mit vier Antwortoptionen, formelnah und alltagsbezogen. Es geht nicht um freies Herleiten komplexer Formeln, sondern darum, physikalische Grundzusammenhänge zu verstehen und anzuwenden: Warum bewegt sich ein Objekt so und nicht anders, was passiert in einem einfachen Stromkreis, wie hängen Druck und Fläche zusammen.
Inhaltlich deckt der Test typischerweise folgende Bereiche ab:
Das Niveau orientiert sich an dem, was in der Mittelstufe bis zum Gymnasium behandelt wird – nichts, das ein Physikstudium voraussetzt, aber genug, um eingerostetes Schulwissen wieder aktivieren zu müssen.
Am Prüfungstag läuft PHY wie die anderen Wissenstests als Multiple-Choice-Test am Bildschirm oder auf Papier ab, je nach Standort und aktuellem Verfahren. Du liest eine Frage, hast in der Regel vier Antwortmöglichkeiten und wählst die passende aus. Es gibt kein Freitextfeld und keine ausführliche Herleitung – du musst die Formel im Kopf haben oder aus dem Zusammenhang erschliessen können, dann kurz rechnen oder logisch schliessen.
Die genaue Aufgabenzahl, Zeitvorgabe und ob PHY überhaupt an deinem Termin geprüft wird, hängt vom jeweiligen Verfahren und der Airline ab – frag im Zweifel bei der ausschreibenden Stelle oder in den offiziellen Unterlagen nach. Typischerweise wechseln sich an einem Testtag Wissenstests wie PHY mit computerbasierten Leistungstests ab, dazwischen liegen Pausen. Wie ein ganzer Testtag ablaufen kann, erklärt der DLR-Test-Guide im Detail.
Bei PHY zählt die Anzahl richtig beantworteter Fragen. Bewertet wird am Ende in Form eines Ratings (grob gesagt A bis D, je nach Verfahren), nicht als nackte Prozentzahl. Ziel ist ein Rating A oder B – im DLR Exam Trainer siehst du dazu eine Ampel: grün ab etwa 80 % richtiger Antworten, gelb ab etwa 65 %. Unter 65 % lohnt es sich, nochmal gezielt in die schwächeren Themenblöcke einzusteigen, statt einfach mehr Fragen am Stück zu üben.
Wichtig zu verstehen: Es gibt keine Teilpunkte für "fast richtig". Entweder die Antwortoption stimmt, oder nicht. Das heisst auch, dass Raten bei völliger Unsicherheit statistisch meist besser ist als eine Frage leer zu lassen – vorausgesetzt, es gibt überhaupt die Möglichkeit, unbeantwortet zu lassen, was je nach Verfahren unterschiedlich gehandhabt wird.
WichtigVerlasse dich nicht auf einzelne Erfahrungsberichte zu genauen Punktzahlen oder Durchfallquoten – Verfahren und Massstäbe können sich ändern. Für verbindliche Informationen zählt nur, was die Airline oder das DLR offiziell mitteilt.
Du musst keine Formelsammlung auswendig lernen, aber ein solides Grundgerüst hilft enorm, um unter Zeitdruck schnell den richtigen Ansatz zu finden. Hier die Kernformeln aus dem Test in einfacher Notation:
Mechanik
Elektrizität
Diese sieben Formeln decken einen grossen Teil der rechnerischen Fragen ab. Der Rest sind eher Verständnisfragen (z. B. "Was passiert mit dem Gesamtwiderstand, wenn du einen Widerstand parallel dazuschaltest?") als reine Rechenaufgaben.
Ein Objekt mit einer Masse von 10 kg wird mit 2 m/s² beschleunigt. Welche Kraft wirkt?
F = m·a = 10 kg × 2 m/s² = 20 Newton.
An einem Widerstand von 5 Ohm liegt ein Strom von 2 Ampere an. Wie gross ist die Spannung?
U = R·I = 5 Ω × 2 A = 10 Volt.
Eine Kraft von 100 Newton wirkt auf eine Fläche von 0.5 m². Wie gross ist der Druck?
p = F/A = 100 N / 0.5 m² = 200 Pascal.
Solche kleinen Rechnungen im Kopf oder mit wenigen Zwischenschritten zu lösen, ist genau das, was im Test gefragt ist – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Wer Formeln rein auswendig lernt, ohne die Grössen (Einheiten, was steht wofür) zu verstehen, verwechselt unter Stress leicht F = m·a mit p = F/A oder U = R·I mit P = U·I. Wer versteht, warum eine Formel so aussieht, erkennt auch in einer neu formulierten Frage sofort den richtigen Ansatz.
Eine häufige Fehlerquelle: Werte in unterschiedlichen Einheiten (z. B. Zentimeter statt Meter, Gramm statt Kilogramm) werden nicht umgerechnet, bevor gerechnet wird. Das Ergebnis stimmt dann um Zehnerpotenzen nicht.
Ein Klassiker: Bei einer Reihenschaltung addieren sich die Widerstände, bei einer Parallelschaltung sinkt der Gesamtwiderstand. Wer das durcheinanderbringt, beantwortet Schaltungsfragen systematisch falsch.
Wer bei einer unklaren Frage minutenlang grübelt, verliert Zeit für Fragen, die eigentlich sicher sitzen. Besser: kurz einschätzen, ob eine Formel greifbar ist – wenn nicht, weiterziehen und später zurückkommen, falls das Format das zulässt.
Multiple-Choice-Optionen enthalten oft bewusst plausible Falschantworten (z. B. eine Zahl mit vertauschter Formel oder falscher Einheit). Wer die Rechnung nicht selbst durchführt, sondern nur "die Zahl wiedererkennt", tappt leicht in diese Falle.
Schreib dir die sieben Kernformeln oben von Hand auf eine Karte, zusammen mit den Einheiten. Aktives Aufschreiben festigt besser als reines Lesen. Häng die Karte sichtbar auf oder nimm sie als Foto aufs Handy.
Arbeite dich Block für Block durch: erst Mechanik, dann Elektrizität, dann Wärme, Optik, Magnetismus, Wellen. Ein Block pro kurzer Lerneinheit reicht meist – lieber öfter kurz als selten lang.
Verknüpfe Formeln mit Alltagssituationen: Warum sinkt ein Ballon, wenn die Luft kälter wird? Warum drückt ein Schneeschuh weniger stark in den Schnee als ein normaler Schuh? Solche Bilder bleiben besser im Kopf als reine Zahlen.
Statt einmal lange zu pauken, lieber öfter kurze Runden mit Multiple-Choice-Fragen einbauen, zum Beispiel im DLR Exam Trainer, wo das PHY-Modul jede Übung neu generiert – so wiederholst du Konzepte, statt dir einzelne Aufgaben zu merken.
Wenn eine Frage danebengeht, schau nicht nur die richtige Antwort an, sondern rechne die Aufgabe nochmal komplett selbst durch. So verstehst du den Fehler, statt ihn nur zu überschreiben.
Physik und Technisches Verständnis überschneiden sich oft (Hebel, Kräfte, einfache Maschinen). Wer beide Module parallel übt, profitiert doppelt – mehr dazu im Artikel zum Technischen Verständnis.
Im DLR Exam Trainer ist PHY eines der Module, die nach einer kurzen Testphase im Pro-Abo enthalten sind. Die App zeigt dir nach jeder Übungseinheit direkt, wie viele Fragen du richtig beantwortet hast, und ordnet dein Ergebnis über die Ampel ein: grün ab rund 80 %, gelb ab rund 65 %, darunter rot. So siehst du auf einen Blick, ob ein Themenblock schon sitzt oder ob du nochmal ran musst.
Sinnvoll ist es, PHY nicht isoliert zu üben, sondern in einen grösseren Rhythmus einzubetten – etwa im Rahmen eines strukturierten Trainingsplans, der auch die anderen Wissens- und Leistungstests abdeckt. Eine Vorlage dafür findest du im 8-Wochen-Trainingsplan. Wer testen will, wie PHY im Zusammenspiel mit allen anderen Modulen unter echten Zeitbedingungen läuft, kann später die Prüfungssimulation nutzen, die alle Module am Stück in der realen Reihenfolge durchspielt.
Plane für PHY realistisch ein paar Wochen mit kurzen, regelmässigen Einheiten ein, statt alles auf die letzten Tage zu schieben – Physik-Grundlagen brauchen etwas Zeit, um wieder sicher abrufbar zu werden, aber sie sind gut trainierbar.
Nein. Das Niveau bewegt sich zwischen Mittelstufe und Gymnasium – solide Schulphysik reicht aus. Es geht um Grundverständnis und einfache Rechnungen, nicht um komplexe Herleitungen.